Der Wassermann

Das Beständigste an ihm ist seine Unbeständigkeit. Das Gewöhnliche an ihm sind seine ungewöhnlchen Methoden. Wenn ein Wassermann verrückt spielt, ist er normal. Das erscheint pardox? Ist es nicht. Weil der Wassermann Wissen nicht erlernen, sondern erfahren will, zieht er oft falsche Schlüsse, kommt damit aber zum richtigen Ergebnis. Seine Fehler inspirieren ihn. Eine weitere grundsolide Taktik der Wassermann-Karriere: Ziele am besten ohne Anstrengung erreichen. Wenn das nicht geht, dann ist das Scheitern gottgewollt. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit Spaß. Wasermänner sind Lustarbeiter. Man muß sie bei Laune halten, dann sind sie gut.
Thema Disziplin: Disziplinlosigkeit ist ihre Kür. Disziplin hat mit Routine zu tun. Routine bringt Sicherheit. Und Sicherheit langweilt sie nur. Ein gelangweilter Wassermann ist ein toter Wassermann. Also rausgeworfenes Geld. Strengenommen wirft der Wassermann immer Geld raus, er kann es einfach nicht bei sich behalten. Darum haben die meisten auch keins, aber jede Menge Freude, sich über ihre Großzügigkeit zu freuen, und jede Menge Ideen, um wieder an Geld zu kommen. Und jeden Tag neue und immer wieder andere und hin und wieder ganz gegensätzlicher Natur.
Als Führungskraft sind Wassermänner auch allererste Wahl. Er will Chef werden? Seien wir malehrlich: Im Grunde ist er das schon.